Das Projekt „Zwei Seiten der Geschichte – Erinnern für eine gemeinsame Zukunft“

Ausgangspunkt und Entstehungsgeschichte

Ausgangspunkt des multimedialen Zeitzeugenprojektes „Zwei Seiten der Geschichte – Erinnern für eine gemeinsame Zukunft“ ist die im Jahr 2002 im Göttinger Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erschienene gleichnamige Doppelbiographie, mittlerweile übersetzt in englischer, spanischer, tschechischer und chinesischer Sprache. Ein Jahr später gründet sich der gemeinnützige Verein „Brücken Bauen e. V. – Verein zur Förderung von interkultureller Verständigung“ in Herford. In der Folgezeit entwickelt dann ein ehrenamtliches Team aus Historikern, Filmautor/innen, Pädagogen, Archivar/innen und historisch interessierten Laien eine Multimedia-Lern-DVD. Im Jahr 2014 wird dann die Entscheidung getroffen, diese DVD nicht kommerziell zu vertreiben, sondern mit Unterstützung neuer Vereinsmitglieder (Webdesigner, IT-Spezialist) den Inhalt historisch Interessierten kostenlos im Internet zur Verfügung zu stellen. Prof. Wilma und Georg Iggers sowie mehr als 20 weitere Zeitzeugen haben sich dankenswerterweise zu Interviews an Originalschauplätzen in Deutschland, Tschechien, Kanada und den USA zur Verfügung gestellt. Entstanden ist so ein multimediales Drehbuch, das u. a. jeweils mehr als 120 Textausschnitte, Videos, Fotos und Dokumente enthält.

Zielsetzung und Zielgruppen

Der Verein Brücken Bauen e. V. hat sich mit Hilfe dieses Oral History Projektes über einen Teilbereich des Holocaust zum Ziel gesetzt, einen nachhaltigen Beitrag zur interkulturellen Verständigung, gegen Rassismus und für ein friedliches Miteinander von Menschen unterschiedlicher Religion und ethnischer Abstammung zu leisten. Die Webseite, die auch teilweise Informationen in englischer Sprache beinhaltet, sieht sich als einen Beitrag gegen das Vergessen der Schrecken der NS-Diktatur und der Flucht von Hunderttausenden Jüdinnen und Juden aus Deutschland bzw. aus den von Deutschland besetzten Ländern Europas. Gleichzeitig ist beabsichtigt, aufbauend auf der Lebensgeschichte von Wilma und Georg Iggers, Menschen in unserer Gegenwart angesichts von rassistischen und fremdenfeindlichen Tendenzen in unserer Gesellschaft zur Zivilcourage und zum demokratischen Handeln zu ermutigen. Im Einzelnen richtet sich das didaktisch aufbereitete Projekt an: • Schüler/innen und Lehrer/innen in den Fächern Geschichte, Politik, Religion und Erziehungswissenschaften • Student/innen und Hochschullehrer/innen • Menschen, die sich für Geschichte, Politik und jüdische Kultur interessieren.

Dank und Unterstützung

Unser besonderer Dank gilt Frau Prof. Dr. Wilma Iggers und Herrn Prof. Dr. Georg Iggers, Buffalo, N.Y. (USA) für deren Unterstützung und aktive Mitarbeit sowie die zur Verfügungsstellung der umfangreichen Fotografien und Dokumente.

Partner und Förderer:

• Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen • filmzeit medien gmbh, Bielefeld • Jüdische Gemeinde Göttingen • Stadt Esslingen am Neckar • Základní Škola, Horšovsky Týn (CZ) • Prof. Dr. Klaus Bade, Osnabrück • Prof. Dr. Thomas Köhler, Dresden • Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D.

Finanzielle Unterstützer:

• Auswärtiges Amt, Bundesrepublik Deutschland • Bundeszentrale für politische Bildung, Berlin • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Herford • Stiftung der Sparkasse Herford • Zentralrat der Juden Deutschland • Private Spender

Autoren und Mitwirkende

Drehbuch:

Dr. Hajo Billmann, Johannes Messelink, Dr. Heinrich Pingel

Mitarbeit:

Hagen Aufderheide, Christine Finger, Christoph Laue, Angela Menke, Birgit Rausch

Kamera:

Dr. Hajo Billmann, Stefan Moritz, Alex Steffen

Grafische Gestaltung und Programmierung:

Mathias Rausch, Michael Rausch

Datenvorbereitung:

Prof. Dr. Thomas Köhler, Prof. Dr. Jan-Henning Raff, Anne Schimmeck (TU Dresden)

Gesamtkoordination:

Dr. Heinrich Pingel

Herausgeber und Kontakt:

Verein Brücken Bauen e. V. – Verein zur Förderung von interkultureller Verständigung . E-Mail: brueckenbauen@gmx.net

Material über das Projekt zum Download