Georg Iggers

Georg Iggersheimer wird als Sohn eines jüdischen Kaufmanns im Jahre 1926 in Hamburg geboren. Er wird dort im April 1933, kurz nach dem Beginn der Hitlerdiktatur, in der Knabenschule Knauerstraße eingeschult. Sehr früh entwickelt er ein starkes Interesse an der jüdischen Kultur und Religion. Weil es zu Konflikten mit den Eltern kommt, verbringt er 1937/1938 ein knappes Jahr in einem jüdischen Kinderheim in Esslingen. Im Oktober 1938, wenige Wochen vor der Reichspogromnacht, emmigriert die Familie Iggersheimer über England nach Richmond in die USA. Dort nimmt Georg, wie seine Eltern und seine Schwester, den Nachnamen Iggers an und besucht zunächst die Highschool. Aber schon als Fünfzehnjähriger geht er in die dortige Universität. Er ist konfrontiert mit der Benachteiligung der schwarzen Bevölkerung und bildet mit schwarzen Kommilitonen eine Studentengruppe, die sich gegen die Rassentrennung ausspricht.