Böhmische Landjuden

"In Böhmen waren die Juden bis nach der Mitte des 19. Jahrhunderts überwiegend in kleineren Gemeinden im tschechischen Mittelböhmen angesiedelt, und sie sprachen sowohl tschechisch als auch deutsch. Mit dem Zerfall einer ständig wachsenden Anzahl jüdischer Kultusgemeinden im tschechischen Mittelböhmen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verblasste immer mehr von der jüdischen Eigenart der in den böhmischen Dörfern und Kleinstädten noch lebenden jüdischen Familien. Der jüdische Anteil an der Entwicklung der Textil-, und später Brau-, Zucker- und anderen landwirtschaftlichen Industrien in Mittelböhmen nach der Mitte des 19. Jahrhunderts war bedeutend". (Aus: Wilma Iggers, Die Juden in Böhmen und Mähren, Einleitung, S. 15) (https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hmen)